Information für Alle (IFA)

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Eine Hand hält ein Smartphone in einer Bahnhofshalle. Auf dem Display ist die Anzeigetafel mit den Abfahrtszeiten zu sehen, die im Hintergrund unscharf über der Halle hängt.
Die Anzeigetafel erreicht nur Sehende, die Durchsage nur Hörende.

Eine Durchsage im Bahnhof. Gleis 7 statt 12.

Wer sie hört, geht weiter. Wer sie nicht hört, steht am falschen Gleis. Das gilt überall dort, wo Informationen an alle gesendet werden. IFA schafft den Standard, der das ändert.

Was uns beschäftigt

Menschen mit einer Seh- oder Hörbehinderung begegnen im öffentlichen Raum täglich Hindernissen. Nicht weil jemand sie ausschliessen will, sondern weil wir sie schlicht vergessen. Etwa die Durchsage, das Schwimmbecken bei aufziehendem Gewitter zu verlassen. Oder die Anzeigetafel, die meldet, dass der Bus ausfällt. Es sind unsere Kolleg:innen, Freund:innen, Nachbar:innen. Sie möchten sich so selbstbestimmt bewegen wie wir alle.

Warum es einen Standard braucht

Einzelne Anbieter entwickeln gute Lösungen. Sie funktionieren dort, wo sie entstanden sind, und genau dort hören sie auf. Am nächsten Ort beginnt die Entwicklung von vorn.

Zugänglichkeit, die an jedem Ort neu erlernt werden muss, ist keine.

Deshalb arbeiten wir nicht an einem weiteren Produkt, sondern an der Basis, auf der alle aufbauen können.

Unsere Vision

IFA bringt Durchsagen und Anzeigen aus dem öffentlichen Raum direkt aufs Smartphone oder die Smartwatch. Zum Lesen oder zum Anhören. So verpasst niemand mehr eine wichtige Information.

Maria hört nicht gut. Sie eilt zum Flug und öffnet ihre IFA-App. Da kommt die Ansage: Gate-Wechsel. Alle drehen sich zur Tafel, Maria schaut aufs Handy und liest denselben Satz im selben Moment. Kein Login, keine Anmeldung, kein Suchen. Eine App, überall.

Umgekehrt genauso: Wer nicht gut sieht, lässt sich die Anzeigetafel vorlesen. Aus Sehen wird Hören.

Und die Betreiber:innen? Kein neues System, keine teure Technik. IFA nutzt, was schon da ist.

Wo wir heute stehen

Das Vorprojekt lief von 2024 bis 2026 und hat alle Ziele erreicht. Das Wichtigste zuerst: Der IFA-Ansatz wird Teil des Schweizer Standardwerks für Barrierefreiheit. Er wird unter der ADIS in den Accessibility-Standard eCH-0059 des Vereins eCH integriert. Unter eCH-0060 wird er mit weiteren Hilfsmitteln und Guidelines erweitert.

Dazu kommt der Nachweis, dass es funktioniert: ein realer Proof of Concept mit App und Beacons, nicht nur eine Demonstration am Bildschirm. Die technischen Spezifikationen liegen vor. Und weil das Thema Anziehungskraft entwickelt hat, entstand an der ETH zusätzlich eine Semesterarbeit zu einem Hardware-Ansatz, den wir gar nicht eingeplant hatten.

Was jetzt folgt

Ein Standard, der nur auf dem Papier steht, verändert nichts. Ab Q4/2026 folgt deshalb das Umsetzungsprojekt: die Referenzimplementation. Ein funktionierendes System, das Betreiber:innen übernehmen können, statt eigene Insellösungen zu bauen.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die BehiG-Revision ist im Parlament. Wenn Betreiber:innen öffentlicher Räume handeln müssen, sollte eine erprobte Lösung bereitstehen, nicht erst entwickelt werden.

Was das Vorprojekt erreicht hat (2024-2026)

Alle Projektziele wurden erreicht.

Werden Sie Teil davon

Wenn Sie fördern

Für das Umsetzungsprojekt suchen wir Partnerinnen und Partner, die den Schritt vom Standard zur Anwendung mit uns gehen. Den Schlussbericht und Eigenleistungsnachweis stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wenn Sie einen öffentlichen Raum betreiben

Sie müssen nichts selbst entwickeln. Sprechen Sie mit uns, solange die Referenzimplementation entsteht, dann fliessen Ihre Anforderungen ein.

Für nähere Informationen kontaktieren Sie uns per Mail an ifa@access-for-all.ch oder sprechen Sie mit unserem Leiter Technologie & Innovation, Philipp Keller, unter +41 44 515 54 23.

Wir würden uns freuen, Sie als Interessent:in zu gewinnen. Bitte füllen Sie das unten stehende Formular aus, damit wir Sie auf dem Laufenden halten können.

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